2008/11/10

Jetzt ist er da!

vorbei mit der ewigen frage: fahren wir nachgGraz? die endlosdiskussion über
die sinnhaftigkeit sich für gut 90 min. ins auto zu setzen, über die autobahn zu
brettern und shoppen zu gehen. vorbei die zeiten, wo mehrere übervolle
einkaufswägen in den kofferraum, auf den rücksitz und manchmal sogar auf den
vordersitz gequetscht worden sind. vorbei die zeiten wo wiederum min. 90 min.
für die heimreise eingeplant werden musste. gott sei dank. jetzt ist der da. der
ikea! in kärnten. vor meiner haustüre quasi. jetzt hat das leben wieder einen
sinn bekommen.


dieser wortlaut stammt natürlich nicht von herr p. nein. er wurden nur unfreiweillig zeuge eines gesprächs zwischen zwei kolleginnen. und herr p. hat sich untypischerweise rausgehalten. nicht nur, weil er zu diesem thema aufgrund nichtvorhanderer informationen mitreden hätt können.nein. sondern weil er nach langer zeit wieder mal so richtig sprachlos war. das leuchten der augen. das glänzen der lippen. die erregung der stimme. sie sind wirklich lebewesen eines anderen planeten!

2008/11/03

LÖSCHUNG

Herr p. ist ja, im grunde seines herzens, ein „sammler“. Kein „jäger“.so hat z.b.sein vw schon 20ig jahre am buckl. das motorrad fast 10. und das mobiltelefon 5.

Gestern, nach einem angenehmen 16 km lauf hat sich herr in die wanne gelegt, sein telefon geschnappt und sein „verzeichnis“ durchforstet. Einfach so. ohne hintergedanken. Und dieses banale handlung wurde zu einer reise in die vergangenheit. Schonungslos. Hemmungslos.
Was sind da für namen aufgetaucht. Von „susanne69“ bis „kuschelsüsse“, von „evafri“ bis „dani-zh“ war alles vertreten. Wirklich alles. Herr p. konnte den meisten „namen“ ein gesicht, manchen eine geschichte zuordnen. Viele davon hat er persönlich gesehen. Getroffen. Mit einigen hat er was getrunken. Gelacht. Mit ein paar nur telefoniert. Mit anderen nur gevögelt.
Und dann, dann hat herr p. einen schlussstrich gezogen. Und hat gelöscht. Und gelöscht. Erbarmungslos. Jetzt ist er wieder frei. Der speicher. Fast zur gänze. Nur wenige plätze sind belegt. Aber jetzt keine falschen rückschlüsse. Nein. Herr p. hat nicht gelöscht um platz für „neues“ zu schaffen. Im gegentum. Auch wurde damit kein „kapitel“ beendet und keine lebensphase geschlossen.

Es war einfach die zeit dafür reif. Genau gestern. Nachmittag. In der lauwarmen wanne. Gefüllt bis zum rand mit totemmeersalzwasser.

2008/10/23

Schwimmbad

Herr p. ein „nichtschwimmer“. Durch und durch. Er mag nässe. Und feuchtigkeit. Er liegt gerne in der wanne. Steht lang und oft unter der dusche. Aber schwimmen ist nicht sein revier. Er mag es nicht. Warum? Weil er es nicht kann. und trotzdem. Und trotzdem war er vorgestern im schwimmbad. Nicht aus reinem vergnügen. Nicht aus purer lust. Nein. Sondern aus reiner purer berechnung!

Im laufe des langen sommers hat herr p.ja an einigen läufen teilgenommen. Über den sportlichen erfolg wird geschwiegen. Aus gutem grund. Das ist eine andere geschichte. Und bei ein paar dieser veranstaltungen ist ihm eine läuferin, nennen wir sie frau c. über den weg gelaufen. Immer wieder. Immer öfter. Herr p. hat sich natürlich immer diskret im hintergrund gehalten. Das kam sogar soweit das er sie von hinten leichter erkannte als von vorne Zumindest während der läufe. Es hat ihm freude bereitet immer ein paar meter hinter ihr zu laufen.. ihr stil. Ihre art sich zu bewegen. Ihr keuchen. Ihr schwitzen. aber auch ihr arsch. Genuss pur. und je schweigender herr p. den lauf genossen hat umso intensiver hat er sich nach dem rennen um sie gekümmert. Im grunde seines herzens ist herr p. ja schüchtern. Aber diese offene, herzliche aber auch irrsinng erotische ausstrahlung von frau c. konnte er sich nicht entziehen. Gut. Er hats auch ernsthaft probiert. Egal. Zurück zum thema. Zurück zur überschrift. Erst nach dem techtlmechtl hat sich herausgestellt das frau c. leidenschaftliche schwimmerin ist. Und jetzt muss herr p. auf seine alten tage im kinderbecken beinübungen machen. Armbewegungen versuchen. Kraulen lernen. Sich eine latexhaube rüberstülpen und chlorwasser schlürfen. Aber, und jetzt kommt die überraschung. Er machts irgenwie gerne. Und wenn frau c. ihre hände bei herrn p. anlegt..mal auf dem bauch…mal auf den rücken…mal auf den arsch…und herrn p.damit in die richtige wassserlage bringt…dann macht das nass sogar herrn p. spass……

2008/10/02

Verluste - eine Geschichte ... gut, wir waren damals natürlich alle jünger, und jeder von uns hat viel mehr geglaubt als gewusst. Das ist in einem gewissen Alter ja auch ganz wunderbar; da hat man grad einmal zwei Sachen erlebt, und vier Sachen gelesen, und sollte jetzt ja auch schon erwachsen sein, und dann bastelt man sich aus dem bissl Leben, das man da hinter sich gebracht hat, ein Weltbild, und über diesen Kamm wird dann alles geschoren. Irgendwann, ziemlich viel später, denkt man die Welt dann auch wieder in einfachen Mustern; dann, wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, und man eigentlich weiß, daß man davon aber nicht wirklich viel verstanden hat, dann fängt man auf einmal wieder an, die Welt auf das zu reduzieren, was man von ihr verstanden hat. Das sind in der Stunde der Wahrheit meistens nicht viel mehr als vielleicht ein paar schleißig ausformulierte Glaubenssätze, und alles, was sich damit nicht erklären läßt, läßt man einfach aus. Aber das ist erst wie gesagt viel später, wir waren damals ja noch am anderen Ende von dem Zeitfenster, in dem man ernsthaft versucht, etwas über die Welt zu erfahren. Wir haben praktisch noch nix erlebt, aber das bissl, was wir erlebt haben, haben wir uns zu einem kompletten Leben aufgeblasen, und damit sind wir dann tapfer in die Welt. Und man glaubt wirklich, man hat recht. Das ist eigentlich sehr schön; man glaubt, man hat’s im Griff – weil man es nicht tragen muß, glaubt man, man hat’s im Griff
(copyright by gunkl)

herr p. hats live gesehen und gehört festgestellt...es gehört zum besten was er bisher gesehen hat

2008/04/28

VCM 2008

Es war sehr schön.
Es hat mich sehr gefreut!

Gleich vorweg – das wichtigste zuerst quasi. Herr p. hat es überstanden. Überlebt. Gesund. Wohlauf. Im besten zustand. Im allerbesten. Lächelnd über den rasen richtung ziel gelaufen. Aufrecht. In ganzer größe. Und das ganze unter vier stunden. Und zwar sehr viele minuten unter vier stunden. Immerhin war es die marathon premiere. Immerhin war es verdammt heisssss in der stadt. Immerhin waren verdammt viele leute unterwegs. Keine strecke für eine rekordjagd. Nein. Eine strecke zum geniesen. Vom anfang. Bis zum ende. Und das hat er getan. Die teilnehmer. Die zuschauer. Die stadt.
So. genau so wünscht man sich seine premiere. Sie macht lust auf mehr.

Natürlich fällt das gehen etwas schwer heute. Das sitzen ebenso. Aber es funktioniert ganz gut. Verdammt gut sogar.

Er hat Blut geleckt…………………………………………….

2008/04/10

Buchtipp!

Consumed - Verführte Kinder, infantilisierte Erwachsene

Berufsbedingt liest Herr P. ja viel. Und auch gern. Diesmal hatte er ein Sachbuch in Händen. Autor: B. Barber, Politologe.
Ein Buch wie der Markt Kinder verführt, Erwachsene infantilisiert. Ein Buch über die Kaufsucht unserer Zeit. Ein Buch über die „Ich will alles und das sofort“ – Mentalität.

Jenen, die den Weg abkürzen und bei jeder Gelegenheit das Komplizierte vereinfachen, wird dauerhafter Gewinn versprochen.
Abnehmen ohne Bewegung,
Eheschließung ohne Verpflichtung,
Malen oder Klavierspielen nach Zahlen, ohne Übung und Disziplin, "College"-Abschlüsse im Internet ohne Hausarbeiten und Lernen, sportliche Erfolge durch Steroide und Showboating
“.

Und es ist erschreckend wie leicht wir uns manipulieren lassen. Auch Herr P. Besonders Er!

2008/03/31

er – kam – sah – und lief….

Die ½ marathon premiere für herrn p.war gekennzeichnet von
Sonne – wärme – hitze. Genau so wie er es gern hat…vielleicht waren die äußeren umstände schuld…die kurze hose….das kurze shirt….vielleicht der nicht vorhandene rückenwind….auf jeden fall war herr p. schnell. Sehr schnell. Zumindest für seine verhältnisse. Knapp an der zwei stelligen minuten anzahl hat er gekratzt…und trotzdem war er die ganzen 21,1 km entspannt…locker…fast schon lässig….kaum jemand der ihn überholt hat….im gegentum…er wurde zum jäger statt zum gejagten…
Jetzt kann er kommen. Der marathon. In wien. Herr. P. freut sich nach der generalprobe. Er jubeliert schon fast a bissale. Vier wochen noch….

ps: herrn p. ist auch eine bekannte und eine noch unbekannte über den weg gelaufen..